Die aktuelle Planung

Die aktuelle Planung des Bundesverkehrswegeplan 2030 sieht unter der Projektnummer B29-G990-BW eine Verbindung zwischen der B27 von Kornwestheim an die B14/B29 in Fellbach vor und ist derzeit im weiteren Bedarf eingestuft. Im Regionalverkehrsplan Region Stuttgart (Entwurf vom 29.06.2018) ist dieses Vorhaben als Straßenverkehrsmaßnahme höchster Dringlichkeit unter der Maßnahmennummer 338/338a aufgeführt. Laut Bundesverkehrswegeplan soll eine 4-spurige Straße mit einer Gesamtlänge von 11,5 km gebaut werden.

Nachfolgend ist der geplante Trassenverlauf dargestellt

 

Sieht man sich jedoch die Einbindung des geplanten Nord-Ost Rings in das bestehenden Bundesstraßen- und Autobahnnetz an, so drängt sich jedoch der Verdacht auf, dass hier eine neue überregionale Verkehrsverbindung vom Rheintal bis nach Bayern entsteht, die zusätzlichen überregionalen Fernverkehr in unsere Region zieht, und damit alle eventuellen Entlastungswirkungen für die bestehenden lokalen Verkehrsprobleme zunichte macht, ja wahrscheinlich eher die lokalen Verkehrsprobleme noch verschärft.

Vorteile

  • Für den Fall, dass nur unwesentlich überregionaler Verkehr angezogen wird, eine schnellere Verkehrsanbindung an die umliegenden Autobahnen sowie eine Entlastung der umliegenden Landstraßen und Ortsdurchfahrten.

Nachteile und Risiken

  • Erhöhter Verkehr an den Zu- und Abfahrten.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass nur unwesentlich überregionaler Verkehr angezogen wird, ist sehr gering.
  • Wenn entsprechend überregionaler Verkehr angezogen wird, gibt es an den angrenzenden Ortschaften einen stark erhöhten Lärmpegel.
  • Wenn entsprechend überregionaler Verkehr angezogen wird, wird die Verkehrsbelastung durch Schleich- und Ausweichverkehr zunehmen.
  • Wenn entsprechend überregionaler Verkehr angezogen wird, gibt es eine erhöhte Schadstoffbelastung in der gesamten Region.
  • Durch den Verlust der Frischluftschneisen kommt es zu Temperaturerhöhungen in den Ortschaften und Wohngebieten an Hitzetagen.
  • Durch die Bodenversiegelung steht weniger Fläche zur Wasseraufnahme zur Verfügung, die Hochwassergefahr, nicht nur im direkten Einzugsgebiet der Straße, steigt.
  • Reduktion der regionalen Landwirtschaft und damit auch immer weniger Lebensmittel aus der Region.
  • Eine autobahnähnliche Straße wie der Nord-Ost-Ring zerstört den Lebensraum von Insekten, Schmetterlingen, Eidechsen, Feldhasen, Rebhühnern, Rehen, Raubvögeln etc. welche auf den betroffenen Äckern, Feldrainen, Böschungen, Streuobstwiesen und Hecken leben.
  • Abnahme der Lebensqualität für die Bürger durch Wegfall der Naherholungsgebiete.
  • Für lokale Einzelhändler Verlust an Kundschaft, da ein Teil der Pendler nicht mehr an den Ladengeschäften vorbei kommt.

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